Motorrad Restauration – Erste Schritte

Die Königsklasse des Motorrad-Hobbys ist die Restauration eines kompletten Motorrades von A bis Z. Über Buchstaben gesprochen – da wären wir auch schon beim ersten unabdingbaren Must-have, das man für dieses Unterfangen benötigt, nämlich ein offizielles und originales Wartungshandbuch.

Das original Wartungshandbuch besorgen

Im Normalfall werden solche Handbücher beim Kauf der Motorräder vom Fachhändler mitgeliefert, damit man als Fahrer und Eigentümer eines Motorrades dazu in der Lage ist, seine Maschine selber zu warten oder gegebenenfalls auch kleinere Reparaturen vorzunehmen. Aber keine Sorge, falls man für sein Motorrad keine Anleitung hat, kann für fast alle bekannten Motorrad-Modelle der gängigen Marken eine solche Anleitung beim Hersteller oder einem Fachhändler nachbestellt werden. Für viele Oldtimer-Motorräder sind die Wartungshandbücher sogar mittlerweile im Internet erhältlich.

In einem guten Handbuch erfährt man zum Beispiel, wie man einen Öl- oder Reifen-Wechsel vornimmt und neben den wichtigsten technischen Daten sind auch jede Menge Explosionszeichnungen und Grafiken enthalten, die Einblick in den Aufbau aller Teile des jeweiligen Motorrad-Modells ermöglichen. Falls ein Teil fehlt oder es kaputt ist und ersetzt werden muss, findet man die genaue Bezeichnung in den Handbüchern.

Inspektion, Inventur und Aufbau

Wer über das nötige technische Know-how und handwerkliches Geschick verfügt, wird vielleicht schnell selbst herausfinden, was der Maschine fehlt. Ansonsten sollte man einen versierten Mechaniker zurate ziehen, der einem auf die Sprünge helfen kann, denn es gibt Elemente am Motor, für die man spezielles Werkzeug und Mess-Apparaturen benötigt. Allein die elektrische Verkabelung ist ein Fach für sich. Bei einem Komplett-Aufbau eines Oldtimers sind die nächsten Schritte klar.

Alle nötigen Teile müssen in einem werksähnlichen Zustand vorhanden sein oder neu angeschafft und ersetzt werden. Dann fängt die Arbeit an und alle Teile können werksplan-mäßig montiert werden. Der Aufbau lässt sich in mehrere Bereiche gliedern wie: Demontage, Montage, Entrostung, Lackierung, technische Überprüfung und Inbetriebnahme, Druckmessung, Spannungsmessung, Feinjustierung, Schmierung, Dichtung und Wartung.