Die Geschichte des Motorrades

So wie zweispurige Kraftfahrzeuge sind auch die einspurigen Motorräder längst nicht mehr nur noch praktische Fortbewegungsmittel, die für viele Zwecke genutzt werden können, sondern viele davon genießen Kultstatus und Motorradveranstaltungen begeistern Fans rund um den Globus.

Wie alles begann und sich bis in unsere Zeit veränderte, erläutern wir Ihnen hier näher.

1800 bis 1900

Die Erfindung des Motorrades ist eng mit der des Fahrrades verbunden. Sein Vorgänger wurde durch Karl Freiherr von Drais als Laufmaschine im Jahr 1817 erfunden. Ein halbes Jahrhundert später machte eine Tretkurbel die Fortbewegung noch viel einfacher. 1869 erfand Pierre Michaux das Dampfrad und die Konstrukteure Daimler und Maybach den Reitwagen, Dieser war zwar mit Seitenstützen ausgestattet, gilt aber trotzdem als erstes Motorrad, da es über einen mit Benzin angetriebenen Motor verfügte.

1900 bis 1945

Von Jahr zu Jahr folgten regelmäßig viele technische Änderungen der damals marktbeherrschenden Hersteller in Europa und den USA. Vierzylindermotoren, der Gasdrehgriff, elektrische Starter, Beleuchtung und vieles mehr machten die einspurigen Kraftfahrzeuge immer beliebter und einfacher zu bedienen.

Dieser Umstand blieb natürlich dem Militär nicht verborgen und die Gefährte wurden in beiden Weltkriegen für verschiedenste Aufgaben, wie Nachrichtenübermittlung oder Krankentransporte mit dem Beiwagenmotorrad eingesetzt. Harley-Davidson stieg zu Beginn der 1920er-Jahre zum weltweit größten Hersteller auf und auch DKW und BMW nutzten in Deutschland den Boom um die Zweiräder, sodass zeitweise mehr Motorräder als Autos angemeldet waren.

1945 bis heute

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg waren, aus Kostengründen, Motorräder stark nachgefragt. Die änderte sich erst in den 1960er-Jahren, in denen es eine Trendwende hin zum Auto gab. In Deutschland entstanden viele neue Hersteller wie Dürkopp, Ader, Fichtel & Sachs oder NSU. Gegen die zahlreichen Hersteller aus Japan wie Honda, Kawasaki, Suzuki oder Yamaha hatten diese Unternehmen langfristig das Nachsehen. Nur noch BMW kann bis heute bei der Herstellung von hochwertigen Motorrädern mit der weltweiten Konkurrenz mithalten.